Frauentreff

Auf Anregung des damaligen Pfarrers K.F.W. Friedrichsmeyer wurde die Evangelische Frauenhilfe in Suderwick am 3. November 1957 von 38 Frauen gegründet. Die erste Vorsitzende der Frauenhilfe war Anna Schaper, Kassiererin wurde Marianne Rexwinkel, die 1963 das Amt der Vorsitzenden von Anna Schaper übernahm und 32 Jahre innehatte. Als Kassiererin fungierten nun Trude Sonsmann und danach Hanni Kranen. Mit Erreichen des 70. Lebensjahres legte Marianne Rexwinkel ihr Amt als Vorsitzende nieder. Ihr folgte für die nächsten 12 Jahre Hermine Schnieder, unterstützt durch Marianne Bülten. Seit 1.1. 2008 hatte Alda Nanna Harmeling das Amt der Vorsitzenden inne, unterstützt von Liesel Kaiser. Kassiererin blieb weiterhin Hanni Kranen.
Schon schnell nach ihrer Gründung wurde die Frauenhilfe zu einem wichtigen Teil der Gemeindearbeit der evangelisch-reformierten Kirche in Suderwick. Die Frauen setzten sich zur Aufgabe, für einander da zu sein, mit einander zu sprechen und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. So wurden kranke Gemeindeglieder besucht und ab 1975, zunächst von der Frauenhilfe allein, alle zwei Jahre ein Weihnachtsbasar zugunsten der Behinderteneinrichtung „Wittekindshof“ in Gronau organisiert. In späteren Jahren teilte man sich die Arbeit mit dem Kreis jüngerer Frauen. Auch wurden Pakete für bedürftige Familien in Prenzlau in der damaligen DDR verschickt. Lange Jahre lag auch die Organisation des Weltgebetstages in Händen der Frauenhilfe. Hier wechselte man sich im jährlichen Rhythmus mit der Frauengemeinschaft der katholischen Schwestergemeinde St. Michael ab. Zeitweise hatte die Frauenhilfe sogar eine eigene Theatergruppe, die vor Senioren in den Altenheimen in Bocholt und Dinxperlo auftrat. Auch waren viele Mitglieder der Frauenhilfe neben den normalen Treffen der Gruppe als Sammlerinnen für das Diakonische Werk und als Helferinnen beim Erstellen des Gemeindebriefes in die Gemeindearbeit eingebunden.
Als Alda Nanna Harmeling ihr Amt als Leiterin der Frauenhilfe aus persönlichen Gründen am 1. März 2014 niederlegte, entschieden sich die Mitglieder, gleichzeitig die Mitgliedschaft ihrer Gruppe in der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. aus finanziellen Gründen zu beenden. Damit musste auch der Name EVANGELISCHE FRAUENHILFE abgelegt werden.
Einen neuen Namen für die Gruppe zu finden, war nicht schwer. Man einigte sich auf FRAUENTREFF. Eine Nachfolgerin für Alda Nanna Harmeling zu finden, erwies sich dahingegen als außerordentlich schwierig. Sie hatte die monatlichen Treffen der Gruppe während der vorhergegangenen sechs Jahre mit viel Liebe so interessant und abwechslungsreich gestaltet, dass sich niemand traute, in ihre Fußstapfen zu treten. Jeder war sich darüber im Klaren, dass er an Alda Nanna gemessen werden würde. Um ein Zerbrechen der Gruppe zu verhindern, erklärten sich letztendlich Hannelore Baudis, Jannie Hendriksen, Hanni Kranen und Grada Teronde bereit, die Gruppentreffen in Zukunft gemeinsam vorzubereiten.
An jedem ersten Mittwoch im Monat um 15.00 Uhr treffen sich seither Frauen ab einem Alter von ca. 50 Jahren zu Diskussionen, Diavorträgen oder Bibelarbeit bei einer Tasse Kaffee im Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirche in Suderwick, Johannes-Meis-Str. 2.