Bibelkreis

Die spannende Reise in das fremde Land der biblischen Texte führt uns zu fernen Verwandten: Zu Christinnen und Christen, mit denen uns die Zugehörigkeit zu einer Kirchengemeinde verbindet. Es ist nicht von vornherein klar, ob und was wir von ihnen lernen können. Wir werden bei ihnen möglicherweise keine Antworten auf unsere Fragen finden. Denn klar ist nur, dass zu der Zeit, über die die Bibel berichtet, alles anders war als heute. Machen Sie mit! Gemeinsam wollen wir die Bibel kennen lernen, das Wort Gottes lesen und uns Gedanken machen, was uns die Bibel hiermit sagen will. Jens Neuhaus leitet uns auf unserem Weg durch die Bibel.

Wir treffen uns im neuen Gemeindehauses an der Suderwicker Kirche. Die Treffen finden einmal im Monat, nach Absprache statt. Die genauen Termine erfahren Sie im Gemeindebrief bzw. im Gottesdienst bei den Abkündigungen.
Alle Interessierten, auch die, denen die Beschäftigung mit religiösen oder biblischen Themen völlig fremd ist und die vielleicht nicht zu unserer Kirchengemeinde gehören, sind hierzu herzlich eingeladen.

Ansprechpartner: Sonja Rexwinkel
Tel. 02874 – 596
Email: sonja_rexwinkel@yahoo.de

 

Wir werden künftig auch begleitend Texte aus diesem Buch behandeln:

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Die Bibelfälscher: Wie wir um die Wahrheit betrogen werden
von Klaus Berger (Autor)

Die Bibelfälscher: Wie wir um die Wahrheit betrogen werden

Auf dem Klappentext ist zu lesen:

„Was einige Theologen heutzutage über Jesus Christus schreiben ist schier unerträglich!« Klaus Berger, der streitbare alte Mann der neutestamentlichen Bibelexegese, räumt mit liebgewonnenen Legenden auf, die in seiner Kollegenzunft kreisen. Sein Befund: Die Bibelforschung strotzt vor Denkverboten, Ignoranz und philosophischen Moden, die ans Märchenerzählen grenzen. Schlimmer noch, auf diese Weise betreiben viele Theologen ungewollt das Geschäft der Atheisten: Sie verstellen den Weg zum Glauben.“

Dieses Buch war für mich eine wirklich erhellende Lektüre. 

Professor Klaus Berger verteidigt die Bibel überzeugend. Seine Angrifflustigkeit gibt dem Buch eine besondere Note, zudem schreibt Berger in solch gewaltiger Sprache, dass es eine Freude ist. Man merkt, dass er nicht nur Exeget ist sondern auch Bibelübersetzer! 

Der Denkfehler, den Berger den „modernen Exegeten“ klar nachweist, ist, dass sie die Bibel ausgehend vom Weltbild des 19.Jh. auslegen. Zu dieser Zeit dachte man noch, dass die Welt keinen Anfang hatte, alles periodisch wiederkehre, die Naturwissenschaft exakt kausal sei und Wunder per Defintion unmöglich seinen. All das glaubt heute kein Naturwissenschaftler mehr – viele Bibelforscher offenbar schon. Die Bibelforscher werden deswegen zu Bibelfälschern, weil sie ihre eigene Methodik nicht hinterfragen bzw. die Methodik nutzen, um sich selber zu profilieren.

Eine ausschließlich historisch-kritische Zugangsweise zur Bibel schließe aber von vornherein methodisch das übernatürliche Handeln Gottes aus. Damit wird die selbsterklärte Grundabsicht biblischer Autoren beiseitegeschoben, ehe die Beschäftigung mit dem Bibeltext überhaupt begonnen hat.

Dieses Buch hat mir persönlich viel gebracht, da es in einer genauen Untersuchung vieles belegt, was ich ohnehin vermutet hatte.

Anzumerken bleibt, dass hier ein Professor für Theologie schreibt, was das Lesen des Buches an einigen Stellen erschwert. Etwas ausführlichere Herleitungen und Begriffserklärungen wären für den weniger vorgebildeten Leser hilfreich gewesen.

Jens Neuhaus

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