Konfirmation

Konfirmation

Was ist die Konfirmation?
Die Bibel regelt sie nicht, die Konfirmation. Sie ist auch kein Sakrament. Aber sie ist die traditionsreiche, typisch protestantische Amtshandlung beim Übergang von der Kindheit zur Jugend und zum Erwachsenenalter. Fester Bestandteil ist der Konfirmationsspruch, ein Segensspruch, der den Jugendlichen als Leitfaden für ihr Leben gelten und sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten soll. In der Regel suchen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihren Konfirmationsspruch selbst aus, wozu sie während des Konfirmandenunterrichts Vorschläge bekommen. Sie können sich jedoch auch selbst einen Spruch suchen, der ihrer Persönlichkeit entspricht, Wünsche für das Leben oder Bestärkung für bestimmte Lebensbereiche enthält. Grundsätzlich kann jeder Spruch aus der Bibel genommen werden.
Taufe und Konfirmation gehören zusammen: In der Konfirmation bestätigen die Konfirmanden die Taufe, bei der Eltern und Paten stellvertretend das Taufversprechen gaben.
Die Konfirmation wird mit einem festlichen Gottesdienst gefeiert. Sie bildet den feierlichen Abschluss des kirchlichen Unterrichts. Traditionsgemäß feiern wir in Suderwick Konfirmation am letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag. Am Karfreitag nehmen die Konfirmanden gemeinsam mit ihren Eltern und Paten erstmals am Abendmahl teil.

 

Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?
Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön.
Außerdem bedeutet die Konfirmation mehr Verantwortung in der Gemeinde. Mit der Konfirmation wird man zum Abendmahl zugelassen und erhält die Berechtigung, selbst ein Patenamt in der evangelischen Kirche zu übernehmen. In der Evangelischen Kirche in Deutschland sind Jugendliche mit der Konfirmation ab 16 Jahren auch wahlberechtigt bei den Presbyteriumswahlen. Ab dem 18. Lebensjahr können Konfirmierte sich als Presbyter/innen auch aktiv ins Gemeindeleben einbringen.
Die Konfirmation ist zudem die Voraussetzung für eine kirchliche Trauung.

Kann man nur konfirmiert werden, wenn man am kirchlichen Unterricht teilgenommen hat?
Ja. Der Unterricht ist Voraussetzung zur Konfirmation.

Bekommen Eltern Bescheid, wann sie ihr Kind zum Konfirmandenunterricht anmelden sollen?
Ja. In der Regel werden die Eltern evangelischer Kinder schriftlich eingeladen, ihr Kind zum Konfirmandenunterricht anzumelden, wenn das Kind im 7. Schuljahr ist. Eltern können ein Kind auch von sich aus beim Pfarrer oder bei der Pfarrerin anmelden.

Kann ein Kind auch dann konfirmiert werden, wenn die Eltern nicht der Kirche angehören?
Ja, die Eltern von Konfirmandinnen und Konfirmanden müssen nicht evangelisch sein, damit ihr Kind konfirmiert werden kann. Allerdings müssen sie mit der Konfirmation ihres Kindes einverstanden sein.
Die Konfirmation ist immer dann möglich, wenn das Kind getauft ist oder sich vor der Konfirmation taufen lassen möchte und die Eltern einverstanden sind, sofern das Kind noch nicht religionsmündig ist. Mit dem vollendeten 14. Lebensjahr wird man uneingeschränkt religionsmündig. Das bedeutet, der junge Mensch hat sowohl das Recht, seine bisherige Religionsgemeinschaft zu verlassen als auch, sich einer anderen Religionsgemeinschaft anzuschließen. Der Wille der Eltern in Bezug auf die Konfirmation ist dann nicht mehr ausschlaggebend.

Muss man für die Konfirmation getauft sein?
Ja. Die Konfirmation setzt voraus, dass der Konfirmand oder die Konfirmandin zur evangelischen Kirche gehört, also evangelisch getauft ist bzw. in einer anderen Konfession getauft ist und dann offiziell zum evangelischen Glauben übergetreten ist . Ist ein Kind nicht getauft, kann es dennoch am Konfirmandenunterricht teilnehmen. Der Unterricht dient dann als Vorbereitung für die Taufe. Das Kind wird auf seinen Wunsch während der Konfirmandenzeit oder im Konfirmationsgottesdienst getauft.

Kann man auch als Erwachsener konfirmiert werden?
Ja. Wer als Jugendlicher nicht konfirmiert wurde, kann als Erwachsener konfirmiert werden. Die Konfirmation findet dann nach einer Vorbereitung statt.
Geschenke zur Konfirmation
Früher war die Konfirmation traditionell der Eintritt ins Erwachsenenleben. Geschenke waren also ganz auf diesen neuen Lebensabschnitt ausgerichtet. Das ist heute anders.
Zwar gehören eine Bibel, das Evangelische Gesangbuch, wertvolle Uhren und Schmuck immer noch zu den klassischen Konfirmationsgeschenken. Doch die meisten Verwandten schenken Geld. Damit können sich die Jugendlichen das kaufen, was ihnen am besten gefällt, so die Idee dahinter. Ein praktisches Geschenk, aber besonders einfallsreich ist es nicht.

Am besten fragt man Konfirmandinnen und Konfirmanden selbst, was sie sich wünschen. Ansonsten gibt es viele Ideen für ein persönliches Geschenk: Vielleicht eine Reise in eine spannende Stadt oder ein Tanzkurs, wenn das den jungen Menschen interessiert. Oder ein Geschenkblock mit Gutscheinen für Aktivitäten (Konzert, Kino, Theater), die man, wenn der Jugendliche das möchte, auch gemeinsam erleben kann.

Für surfende Konfirmanden
Interessante Aspekte zum Thema Konfirmation bietet das Konfi-Web im Internet.
Schnellkurs in Krawattebinden absolvieren? Deckstift für Pickel besorgen? Piercing drin lassen? Auch mit solchen Fragen beschäftigt sich www.konfiweb.de, die Internetseite für Konfirmandinnen und Konfirmanden. Gibt es Prüfungen zur Konfirmation? Was ist ein Vorstellungsgottesdienst? Was bedeutet die Konfirmation? Auch darüber informiert die Website, die übrigens von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aufgebaut wurde. Außerdem gibt es dort Foren, Chats und andere kommunikative Elemente.