Weihnachten 2013

Heute am 24.12. kam unsere Gemeinde zusammen, um den Heiligen Abend gemeinsam in einen Familiengottesdienst zu feiern. Na, da war was los in Bethlehem. Aber sehen Sie selbst, was das TV vor Ort zu berichten hatte:
 „Guten Abend. Wir berichten in einer Liveschaltung, was am heutigen Abend in Bethlehem so los ist. Man hört von einer Volkszählung und deren Auswirkungen. Da sehen Sie selbst.“ 

Kaiser Augustus verkündigt direkt vor Ort, dass sich jeder zählen lassen muss. Keine Ausnahmen, bitte!

Selbstverständlich hat das TV eine Reporterin vor Ort. Mitten im Geschehen fragt sie sich durch.

Als erstes erkundigt sich die Reporterin, ob dieser Wirt auch noch Betten für Neuankömmlinge hätte. Klare Ansage: „Hier kann niemand mehr aufgenommen werden. Alles proppevoll.“

Bei der nächsten Wirtin sieht es nicht besser aus. Alles belegt.

„Tja, liebe Leute. Die Lage sieht schlecht aus. Oh, da hinten sehe ich soeben ein junges Paar kommen.“

Josef und Maria heißen die Beiden. Sie kommen aus Nazareth und haben einen langen Weg hinter sich. Und nicht nur das: Maria ist hochschwanger. Das sieht nicht gut aus.

Nun denn. Auch Maria und Josef machen sich mithilfe der Reporterin auf der Suche nach einer Unterkunft. Aber wie gesagt, es ist alles belegt. Und für eine Schwangere, bloß nicht.

Vielleicht gibt es hier einen Platz für das Paar. Auch nicht. Und nun?

Aber dann. Endlich hat das Paar einen Wirt gefunden, der ihnen eine Unterkunft geben kann. Es ist zwar nur ein Stall, aber dort gibt es sauberes Stroh. Besser als nichts.

Völlig erschöpft, aber voller Dankbarkeit ruhen sich Maria und Josef erstmal im Stall aus.

Das TV unterbricht kurz die Sendung. Zunächst ein Auszug aus dem Konzertprogramm des Bethlehemer Chors: „Stille Nacht, heilige Nacht“

Und schon geht es weiter im Programm. Eine Eilnachricht. Seltsame Dinge geschehen:

Ein Engel verkündigt die Geburt des Heilands Jesus Christus.

Die Hirten sind es, die als erstes davon erfahren. Schnell machen sie sich auf den Weg. Das wollen sie sich nicht entgehen lassen. Die Reporterin hat auch dazu ein paar Fragen.

Aber auch drei Weisen aus dem Morgenland erfahren davon und sind vor Ort. Die Reporterin stellt als erstes fest: „Sie sehen aber wohlhabend aus!“

Nachdem das Jesuskind besucht und beschenkt worden ist, werden die Leute aus Bethlehem befragt, ob sie denn Josef und Maria aufgenommen hätten. Der Eine auf keinen Fall, der Andere, wenn er gewusst hätte, dass es sich um Gottes Sohn handelt, bestimmt. Und der Dritte, so oder so, schließlich muss man doch zusammen halten.

„Und was hätten Sie gemacht?“